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Wie hast du die Rauhnächte erlebt?


Immer mal wieder habe ich mit den Rauhnächten geliebäugelt, damit, die Rauhnächte bewusst zu erleben, stellte es mir spannend vor, selbst zu erleben, welcher Zauber sich dabei entfaltet. Irgendwie hat es nie sollen sein. Für dieses Mal hatte ich es mir fest vorgenommen. Mit Literatur und Räucherwerk ausgestattet, wartete ich voller Vorfreude auf den 21.12., der Wintersonnenwende, der Zaubernacht, zur Vorbereitung auf die Zeit, wenn die Anderswelt sich uns öffnet. Eine Zeit, in der wir Kontakt mit unseren Ahnen, mit unserer Vergangenheit aufnehmen und dabei auch alles Alte, was wir nicht mehr brauchen, loslassen. Das Wochenende vorher ging die Wochenendgruppe der 2-Jahres-Yogalehrer-Ausbildung in die Prüfungsphase und bei unserem gemütlichen Abschlussessen erwähnte ich, dass ich mir dieses Jahr die Rauhnächte mit täglichen Ritualen bewusst machen möchte. Begeisterung machte sich breit und die Frage, ob wir das nicht alle zusammen machen können. Gesagt, getan. Shanti Gabriele, die einzige in der Runde, die sich mit den Rauhnächten auskennt, hat sich sodann gleich bereit erklärt, für alle Kopien zusammen zu tragen. Meine Vorstellung war, wir probieren das alle zusammen aus, denn ich bin mit diesem Thema ja genauso wenig bewandert wie alle anderen (außer Shanti Gabriele). Aber natürlich, wenn ich sonst immer jegliche Rituale durchführe, war es doch irgendwie klar, dass ich eine gewisse Leitung übernehme. Den Raum und mich gut vorbereitet, trafen wir uns also in der Runde und hatten ein wunderschönes kleines Ritual mit Erklärungen, Licht und Reinigung, mit in uns gehen, die Ahnen willkommen heißen, Dankbarkeit spüren, offen sein, inspirieren lassen. Ab dem 24.12. dann, dem Fest des Lichtes, wollten wir jeder für sich zuhause die dann folgenden Rauhnächte erleben, um dann am 06.01. zum Dreikönigstag, wenn die Tore zur Anderswelt sich wieder schließen, gemeinsam das Abschlussritual durchzuführen. Voller Elan und Erregung auf den 24.12. also, wurde ich abends richtig grippig, lag über Weihnachten im Bett und habe zwar mit Ach und Krach daran gedacht, jeden Tag meinen Mädels das jeweilige Ritual per Whatsapp zu schicken, aber selbst Rituale durchzuführen - daran war beim besten Willen nicht zu denken. Frust wollte sich breit machen. Schlechtes Gewissen. Negative Gedanken, so funktioniert das doch nicht, ich könnte doch trotzdem, warum mach ich nicht wenigstens,.... und so weiter. Aber dann habe ich mich erinnert, an das, was ich meinen Yoga-Aspiranten immer wieder gebetsmühlenartig predige: Betrachte dich jeden Tag individuell. Mach die Dinge heute genau so, wie sie heute ausgeführt werden wollen. Wenn du einen Tag nicht auf deine Matte kommst, dann überlege, was heute vielleicht passender ist. Gerne komme ich dann mit Beispielen aus meinem Alltag. Vielleicht habe ich gerade eine Klientin, die wesentlich mehr Aufmerksamkeit braucht, mache jemandem ein Kompliment, tue also nach Außen etwas Gutes. Vielleicht gelingt es mir auch, ein paar Minuten still zu werden, wenigstens eine der Kriyas, meiner morgendlichen Reinigungsübungen, zu praktizieren oder in die Sauna zu gehen, also mir etwas Gutes zu tun. Oder die Yogastunde, die ich physisch praktizieren wollte, in Gedanken zu praktizieren. Das funktioniert ganz hervorragend. Oder der Hund bekommt eine Doppelportion Streicheleinheiten. Es geht nicht darum, nach einem bestimmten Schema etwas auszuführen sondern es so auszuführen, dass es uns heute entspricht. Und dann merkte ich, wie der Frust schwand und ich Freude daran hatte, die Rituale, die ich eigentlich durchführen wollte, zu denken. In mir zu erleben. Und das hat mir wieder etwas Neues offenbart, so schön.


Wie hast du die Rauhnächte erlebt? Hast du sie bewußt erlebt? Welche Rituale hast du ausgeführt? Ich freue mich schon darauf, wenn du mir von deinen Erlebnissen erzählst :-). Und nächstes Jahr magst du vielleicht dabei sein, wenn wir hier in der Brunnenmühle die Rauhnächte mit der Gruppe wieder durchführen. Denn das ist schon beschlossen. Unser Grundstück und die Räumlichkeiten bieten sich einfach an, die Ahnen einzuladen. Wir freuen uns schon alle sehr darauf. Notiere dir den Termin gerne jetzt schon in deinem Kalender.


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